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Frankreich startet Konsultation für 10 „Nachbarschaften von morgen“
18 November 2024
Frankreich hat im Rahmen seines umfassenderen Plans „Nachbarschaften 2030“ ein internationales Konsultationsprogramm zur Umgestaltung prioritärer Stadtviertel ins Leben gerufen.
(FOTO: Adobe Stock)Die Initiative „10 Nachbarschaften von morgen“ (Quartiers de Demain) hat zum Ziel, ein nachhaltigeres, integrativeres und attraktiveres Wohnumfeld für die Bewohner zu schaffen.
Das von der gemeinnützigen Organisation Europe des Projets Architecturaux et Urbains (EPAU) geleitete Konsultationsprogramm zielt darauf ab, die Herausforderungen zu bewältigen, die sich aus dem ökologischen, sozialen und kulturellen Wandel in städtischen Gebieten ergeben.
„Die Projekte werden sich mit Themen wie Klimaanpassung, Erhaltung der biologischen Vielfalt und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft befassen und so eine langfristige Nachhaltigkeit gewährleisten“, erklärten die Organisatoren.
Multidisziplinäre Teams aus Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern sowie Fachingenieuren sind eingeladen, sich am Konsultationsprozess für einen der zehn Standorte zu beteiligen und an einer Ortsbesichtigung sowie einem wettbewerblichen Dialogprozess teilzunehmen.
Im Januar 2025 werden 30 multidisziplinäre Teams ausgewählt, drei pro Standort, um die 10 Transformationsprojekte zu entwickeln.
„Diese Initiative schafft eine nationale Dynamik zur Unterstützung der Stadtentwicklungspolitik, ermöglicht Experimente und setzt einen Präzedenzfall für zukünftige Transformationen“, sagten Vertreter des Kulturministeriums und des Wohnungsbauministeriums.
Details zu den ausgewählten Stadtteilen
Die zehn über ganz Frankreich verteilten Stadtteile umfassen unterschiedliche städtische Kontexte:
1. Marseille (Quartier du Petit Séminaire): Transformation eines dicht besiedelten Gebiets.
2. Sedan (Quartier du Lac): Erneuerung eines benachteiligten Gebiets.
3. Lodève (Centre-Ville): Neugestaltung des Flussufers und Gebäudesanierung.
4. Le Mans (Quartier des Sablons): Revitalisierung eines Einkaufszentrums und der umliegenden Räume.
5. Colmar (Quartier Europe-Schweitzer): Schaffung öffentlicher Räume auf brachliegenden Flächen.
6. Caen (Quartier Grâce de Dieu): Sanierung eines Wohnblocks.
7. Manosque (Quartier Est): Entwicklung von Erholungs- und öffentlichen Räumen.
8. Pessac (Quartier de Saige): Erweiterungen öffentlicher Räume.
9. Corbeil-Essonnes (Les Tarterêts): Restaurierung eines historischen Kesselhauses und seiner Umgebung.
10. Coulommiers (Quartier des Templiers): Zusammenlegung von Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen.
Die Chancen für Abbruchunternehmen und Recyclingfirmen
1. Frankreichs Initiative „Nachbarschaften von morgen“ bietet unmittelbar bedeutende Geschäftsmöglichkeiten. Die groß angelegten Stadterneuerungsprojekte erfordern Abrissarbeiten, Geländebereinigung und Materialrückgewinnung – und die Teilnahme an diesen prestigeträchtigen Projekten positioniert Unternehmen an vorderster Front zukunftsweisender Stadtentwicklungsprojekte.
2. Die Initiative legt zudem Wert auf Nachhaltigkeit und konzentriert sich dabei stark auf die Wiederverwendung von Materialien, Kreislaufwirtschaft und Abfallvermeidung. Bauunternehmen mit Erfahrung in umweltverträglichen Methoden können ihren Mehrwert unter Beweis stellen und den weltweit steigenden Erwartungen an umweltfreundliche Praktiken gerecht werden.
3. Das Projekt „Stadtviertel von morgen“ präsentiert innovative Ansätze in der Stadterneuerung. Für Bauunternehmen bietet es die Möglichkeit, neue Standards für nachhaltige Entwicklung mitzugestalten und zu beeinflussen sowie die öffentliche und branchenweite Wahrnehmung ihrer Arbeit zu verbessern. Die Beteiligung an diesen Projekten kann dazu beitragen, Maßstäbe für die Zukunft zu setzen und die entscheidende Rolle von Abriss und Recycling beim Aufbau widerstandsfähiger, moderner Städte hervorzuheben.
Weitere Informationen finden Sie unter: Nachbarschaften von morgen | Internationale Beratung
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