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Deutsche Abbruchkonferenz befasst sich mit wichtigen Branchenfragen
17 März 2026
Die Fachtagung Abbruch, Europas größte Branchenveranstaltung für Abbruch und Demontage, brachte am 13. März über 1.300 Fachleute und 125 Aussteller in Berlin zusammen.
Hauptredner Sven Gábor Jánszky fesselte das Publikum (Bildnachweis: Jule Halsinger).Das Konferenzprogramm umfasste eine Vielzahl von Themen, von Maschinentechnik und Arbeitssicherheit bis hin zu KI, Digitalisierung, Datenanalyse, Kreislaufwirtschaft und Recyclingprozessen.
Die vom Deutschen Abbruchverband (DA) ausgerichtete Veranstaltung umfasste eine Fachausstellung mit 125 Ausstellern, Fachvorträge und vielfältige Möglichkeiten zum Netzwerken.
Neben nationalen Besuchern nutzten auch internationale Gäste die Gelegenheit, sich über Entwicklungen, Projekte und Innovationen vor Ort zu informieren.
Niemals Standard, immer maßgeschneidert
In seinen einleitenden Worten begrüßte DA-Geschäftsführer Andreas Pocha die Teilnehmer und betonte die besondere Stärke der Branche: Abriss sei niemals „standardmäßig“, sondern immer eine maßgeschneiderte Lösung – technisch, organisatorisch und rechtlich.
Er sagte: „Eines bleibt konstant: die Werte unserer Branche. Sicherheit, Qualität, Verantwortung und pragmatische Lösungsorientierung stehen immer im Mittelpunkt.“
Das Konferenzprogramm wurde von der deutschen Journalistin, Fernsehmoderatorin und Physikerin Kristina zur Mühlen moderiert, die ein großes Interesse an Nachhaltigkeit, KI und digitaler Transformation hat.
Im Anschluss an jeden Vortrag konnten die Teilnehmer über ein Online-Tool Fragen an die Referenten stellen.
Die Zukunft des Abrisses bis 2035
Laut dem Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky, der die Eröffnungsrede hielt, wird der Abriss bis 2035 zu einer zentralen Säule der Bau- und Immobilienwirtschaft werden.
Er sagte, der Abriss sei nicht länger nur eine nachgelagerte Dienstleistung, sondern werde zunehmend die Projektkosten, Zeitpläne, die CO2-Bilanz und die Materialverfügbarkeit bestimmen, angetrieben durch ESG-Kriterien, EU-Taxonomieregeln und strengere Dokumentationsanforderungen.
Fortschritte bei KI, digitalen Zwillingen und Robotik werden den Sektor voraussichtlich transformieren und datengestützte Planung, Simulation von Demontageszenarien und eine präzisere Materialrückgewinnung ermöglichen.
Da gefährliche und hochtechnische Aufgaben zunehmend von Maschinen übernommen werden, werden sich die Rollen des Menschen hin zu Planung, Überwachung und Qualitätsmanagement entwickeln, wodurch frühzeitige Investitionen in Daten und Technologie für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von entscheidender Bedeutung sind.
Abendliches Networking (Bildnachweis: Jule Halsinger)Beispiele hierfür sind: Abrissgeschichten
Die vorgestellten Fallstudien aus dem gesamten Sektor verdeutlichten sowohl die Komplexität als auch die Chancen des modernen Abbruchs.
Die Projekte reichten von der Demontage innerhalb laufender Industrieanlagen und der Stilllegung von Kernkraftwerken unter strenger Regulierung bis hin zu präzisen städtischen Arbeiten, bei denen Sprengungen durch kontrollierte Methoden ersetzt werden, und dem Abbau großer Infrastrukturen unter laufendem Verkehr.
In allen Beispielen traten gemeinsame Themen hervor: die wachsende Bedeutung von Echtzeitdaten, KI-gestützter Entscheidungsfindung und den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft, wobei die Wiederverwendung von Materialien zunehmend als Umsatztreiber und nicht mehr als Nebensache betrachtet wird.
Die Fachtagung Abbruch kehrt am 5. März 2027 am selben Ort in Berlin zurück.
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